Handystrahlung

Auf der ganzen Welt gibt es bald genau so viele Handys und Smartphones wie Menschen. Das mobile telefonieren mit dem Handy oder dem schnurlosen Telefon beruht auf Mikrowellen, die zwischen dem Sendemast und dem mobilen Endgerät hin und her gesendet werden. Seit geraumer Zeit werden neben den Vorteilen der mobilen Telekommunikation auch die Nachteile der Handynutzung diskutiert. Die regelmäßige oder übermäßige Nutzung des Handys birgt für den Nutzer offensichtlich eine Menge Gefahren. Bekannt sind die Gefahren bezüglich der ungewissen Tarife, der ungewollten Abonnements, der fehlenden Kontrolle der Kosten, der unübersichtlichen Verträge, des ungewollten Einwählens ins Internet (gebrandete Handys) und der Lockanrufe. Mögliche gesundheitliche Gefahren, die durch das Handy entstehen könnten, sind in den Focus der Verbraucher geraten. Neben der Gefahr der Handysucht, der emotionalen Belastung durch Gewalt (Handyvideos) und Cyber Mobbing, ist die gesundheitliche Schädigung durch die Handystrahlung im Gespräch.

Absorptionsrate SAR

Um Sprache oder Daten per Mobilfunk zu übertragen, werden hochfrequente elektromagnetische Felder genutzt. Dabei wird ein Teil der Energie dieser Felder auf den Kopf des Handynutzers abgestrahlt. Die Handystrahlung wird in der spezifischen Absorptionsrate SAR (W/kg =Watt/kg oder m2s-3) gemessen. SAR ist die physikalische Größe für die Absorption von elektromagnetischen Strahlen in biologisches Gewebe.Biologisches Gewebe wird durch die Bestrahlung erwärmt. Wer bei der Handynutzung gesundheitliche Beeinträchtigung durch hochfrequente Felder ausschließen möchte, der sollte ein Handy nutzen, dessen SAR-Wert nicht mehr als 2W/kg beträgt. Laut Herstellerangaben unterschreiten alle im Handel befindlichen Handys diesen, von der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) empfohlenen Wert.

Handy mit dem Umweltzeichen Blauer Engel

Seit 2002 wird der „Blaue Engel“ für besonders Handys vergeben, die besonders geringe Strahlungswerte aufweisen. Mit dem Blauen Engel wird der Verbraucher darauf hingewiesen, dass das Handy mit geringen SAR-Werten keine größere Gefahr darstellt. Durch relativ einfache Maßnahmen, wie beispielsweise das Telefonieren mit einem Head-Set, kann der Handynutzer die Strahlenbelastung reduzieren. Auch das telefonieren im Auto sollte vermieden werden. Wenn möglich, sollte bei schlechtem Empfang das Handy nicht benutzt werden.

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