LTE-Situation in Deutschland

LTE steht für Long Term Evolution, dem Mobilfunkstandard der 4. Generation, der den Mobilfunkstandard der 3. Generation UMTS (Universal Mobil Telecommunikations Systems) ablösen wird. Die hohe Datenübertragungsrate von UMTS von bis zu 42 Mbits/s wird durch den LTE-Standard mit einer Übertragungsrate von bis zu 300 Mbits/s deutlich übertroffen. Das Grundschema von UMTS wird bei der LTE-Technik beibehalten, damit eine rasche und kostengünstige Nachrüstung der Infrastrukturen der UMTS-Technologie auf LTE-Advanced gewährleistet ist. Das erste kommerzielle LTE-Netzwerk startete im Dezember 2009 in Oslo und Stockholm. Wie schnell LTE in Deutschland flächendeckend zur Verfügung steht ist ungewiss. Bis zum Mai des Jahres 2012 wurden die zur Nutzung geplanten Frequenzlizenzen versteigert. Die drei Netzbetreiber Telekom Deutschland, Vodaphone und Telefonica Germany (O2) haben 4,4 Milliarden ausgegeben um diese Lizenzen zu erhalten.

LTE-Netzabdeckungskarten

Nach umfangreichen Tests wurde der erste LTE-Sendemast 2010 von der Deutschen Telekom genutzt. Der erste deutsche Mobilfunknetzbetreiber Vodafone bot LTE für den Endnutzer kombiniert mit dem dazugehörigen LTE-Surfstick an. Die Deutsche Telekom veröffentlicht zusammen mit Vodafone seit April des Jahres 2011 genauste Informationen über LTE versorgte Gebiete in den LTE-Netzabdeckungskarten Deutschlands. Eine Einführung in Ballungsräumen sowie Großstädten ist für den Zeitraum Sommer – Herbst 2011 in Planung. Von der Deutschen Telekom wurden bereits 100 Städte in Deutschland mit LTE erschlossen. Den betreffenden Gebieten ist es nun möglich, mit etwa 100 Mbit/s mobil zu surfen. Die ländlichen Gegenden müssen noch mit 800 MHz vorlieb nehmen.

LTE mit neuen Smartphones

Damit LTE nutzbar ist, werden neue Smartphones benötigt, da die alten Gerätemodelle diese neue Technik nicht verarbeiten können. Bis die LTE-Smartphones gebrauchsfertig sind wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Denn im Moment werden weder SMS noch Sprache mit LTE übertragen.